Norwegische Studie beweist erste Erfolge
(06.Februar 2003) In einer Doppelblindstudie erprobten norwegische Wissenschaftler die Wirksamkeit eines vorbeugenden Migräne-Medikaments mit dem Namen Candesartan. Im Vergleich zu einem Scheinmedikament senkte es die Anzahl heftiger Schmerzattacken um mehr als 25 Prozent.
In der Studie, die von Erling Tronvik vom Norwegian National Headache Centre in Trondheim geleitet wurde, wurden sechzig Patienten über einen Zeitraum von zwölf Wochen entweder mit Candesartan oder einem Scheinmedikament behandelt. Die Migräniker waren zwischen 18 und 65 Jahre alt und litten mindestens zwei Mal im Monat unter einem Migräneanfall.
Die Teilnehmer, denen Candesartan verabreicht wurde, litten im Durchschnitt an 13 Tagen während der Testphase an Kopfschmerzen. Bei den mit dem Scheinmedikament Behandelten traten an mehr als 18 Tagen Migräne-Beschwerden auf. Das getestete Medikament wurde bisher als Blutdrucksenker verwendet, zeigte sich aber in der Studie als wirksame Prophylaxe bei Migräne. Zusätzlich beobachteten die Mediziner, dass Candesartan die Intensität und Dauer einer Migräneattacke bedeutend verringert. Nebenwirkungen konnten bisher nicht festgestellt werden.
Eine vorbeugende, medikamentöse Behandlung von Migräne sollte allerdings nur bei Menschen eingesetzt werden, die mindestens zwei Migräneattacken im Monat erleiden. (kw)
Quelle: BBC News
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