Dauerkonsum bei Kindern nicht nur wegen Koffein kritisch
(16. Oktober 2003) Wenn Kinder und Heranwachsende häufig unter Kopfschmerzen leiden, sollten sie ihren Cola-Konsum kritisch betrachten. Wie kürzlich ein israelische Studie ergab, kann der konsequente Verzicht auf das koffeinhaltige Erfrischungsgetränk bei Cola-Liebhabern auf Dauer die Schmerzen vertreiben.
Dr. Rachel Hering-Hanit und ihr Team befassten sich mit 36 jungen Patienten, die mindestens vier Mal pro Woche unter Kopfschmerzen litten. Wie sich herausstellte, konsumierten diese Kinder im Durchschnitt eineinhalb Liter Cola pro Tag. Nachdem die im Mittel Neunjährigen ihren Softdrinkverbrauch langsam auf Null reduzierten, verschwanden bei 33 von Ihnen nach 14 Tagen die Kopfschmerzen völlig. Dabei blieb es auch ein halbes Jahr später noch.
Der Koffeingehalt in der Cola war Schuld an den ständigen Kopfschmerzen, nehmen die Wissenschaftler an. Mit eineinhalb Litern des Getränks nahmen die Kinder etwa 200 Milligramm Koffein täglich auf. Das entspricht zwei großen Tassen Kaffee.
Übrigens: Die Mixtur für das auf der ganzen Welt beliebte, stark gezuckerte Brausegetränk entwickelte 1886 der amerikanische Apotheker John Pemberton – auf der Suche nach einem Rezept gegen Müdigkeit und Kopfschmerzen! Auch unter den pflanzlichen Heilmitteln stellen Cola-Samen (Cola acuminata) heute noch ein bewährtes Therapeutikum gegen Kopfschmerzen dar.
Ernährungswissenschaftler verteufeln die Brause jedoch auch wegen ihres hohen Zuckergehalts. Dieser kann den Stoffwechsel beeinträchtigen, zu Blutzuckerschwankungen führen und langfristig die Bauchspeicheldrüse schädigen. NH
Quelle: Ärztezeitung
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