(8.Mai 2003) Plötzlich auftretender Kopfschmerz gekoppelt mit Tränenfluß, verstopfter Nase, Rhinorrhoe („laufende Nase“) und Wassereinlagerungen in den Augenlidern (Lidödem) können ein Hinweis auf SUNCT (short lasting, unilateral headache attacks with conjunctival injection), einem kaum bekannten Kopfschmerzsyndrom, sein.
Dieses Syndrom wird sehr selten von Ärzten diagnostiziert, da es Ähnlichkeiten mit dem
Cluster-Kopfschmerz und einer
Trigeminusneuralgie
hat.
Typisch für das Syndrom ist ein einseitiger, starker, schneidender Kopfschmerz, der circa zehn Sekunden bis zwei Minuten anhalten kann. Die Schmerzattacken können bis hundertmal am Tag auftreten.
Gegen eine Trigeminusneuralgie sprechen die oben beschriebenen Begleitsymptome, die untypisch sind. Dagegen sind die typisch für einen Cluster-Kopfschmerz, der aber wiederum in seiner Attacke sehr viel länger andauert.
Laut Dr. Susanne Neumeier aus München ist die richtige Diagnose des Kopfschmerzes wichtig für eine erfolgreiche Behandlung. Die üblichen Medikamente zur Behandlung eines Cluster-Kopfschmerzes oder einer Trigeminusneuralgie sprechen nämlich bei SUNCT nicht an. Patienten, denen Triptane, trizyklische Antidrepressiva, Antipyretika, Phenytoin oder Carbamazepin verabreicht wurde, konnten keine Besserung feststellen. Dagegen wurden Patienten mit dem SUNCT-Syndrom erfolgreich mit Gabapentin und Lamotrigin behandelt. (hTb)
Quelle: www.aerztezeitung.de
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