Studie fand Zusammenhang zwischen Grünem Star und Migräne
(5. Juni 2003) Schon seit längerem vermuten Forscher einen Zusammenhang zwischen Grünem Star (Glaukom) und dem Auftreten von Migräne. Eine Studie der Universität Nürnberg/Erlangen scheint diese Verbindung zu bestätigen. Die Ergebnisse wurden im
American Journal of Ophtalmology publiziert.
Die Wissenschaftler untersuchten insgesamt 154 Männer und 130 Frauen zwischen 14 und 50 Jahren. Sie sind überwiegend Patienten der Erlanger Glaukomsprechstunde (Erlanger Glaukomregister). Die Ärzte teilten sie in vier Gruppen auf. 55 Patienten litten unter erhöhtem Augeninnendruck ohne Glaukom, 56 hatten Glaukome ohne Druckerhöhung (Normaldruck-Glaukom). An Hochdruckglaukomen litten 98 Personen. 75 Patienten waren gesund (Kontrollgruppe). Die Probanden erhielten einen standardisierten Fragebogen, der sich auf Beschwerden wie Kopfschmerzen und Migräne bezog.
Die Ergebnisse zeigten, dass es beim Auftreten von Kopfschmerzen keine wesentlichen Unterschiede zwischen den untersuchten Gruppen gab. Kopfschmerzen und Migräne traten hier ebenso häufig auf wie bei den gesunden Personen. Lediglich bei den Patienten mit Normaldruckglaukom wurde die Diagnose Migräne signifikant häufiger gestellt (28 Prozent) als bei den Vergleichspersonen (gesunde Patienten: 12 Prozent, Personen mit Hochdruckglaukom: 10 Prozent).
Die Forscher sehen sich damit in ihrer Vermutung bestätigt, dass ein Zusammenhang zwischen Migräne und Normaldruckglaukom besteht. Dies legt nahe, dass beide Erkrankungen auf dieselbe Ursache zurückzuführen sind. Diese könnte in Problemen mit den Blutgefäßen liegen.as
Quelle: Universität Nürnberg-Erlangen
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