Druck am Handgelenk klärt den Blick

Akupunktur gegen migränebedingte Sehstörungen

(25. November 2002) Wir berichteten bereits über das Phänomen der sogenannten Migräne-Aura (News Archiv November: Aura – Warnsignale vor der Attacke), während der die Patienten unter Augenflimmern, komplexen Mustern im Sehfeld bis hin zu Blickfeldeinengungen leiden. Die speziellen Sehstörungen, die einem Migräneanfall vorausgehen können, betreffen ungefähr 15 Prozent der Migränepatienten.

Eine Sofortmaßnahme gegen das Skotom- bzw. Flimmersehen, die sich in der Schmerzambulanz bewährt hat, ist die Stimulation des Akupunkturpunktes Lu9 (Lunge 9), der sich am Handgelenk befindet. Die Sehstörungen bilden sich durch diese Maßnahme erheblich schneller zurück. Statt der üblichen 30 bis 40 Minuten bildet sich das Flimmerskotom innerhalb von etwa fünf bis zehn Minuten zurück. Die sonst üblichen Migränekopfsschmerzen treten anschließend nur noch gedämpft auf. Eine Wirkung bei anderen Aurasymptomen wie Sprachstörungen, Lähmungen oder Kribbeln ist nicht belegt.

Zum Auffinden des Punktes greift man mit der rechten Hand an das linke Handgelenk als wolle man seinen Puls fühlen. Unmittelbar rechts neben dem Handgelenkknochen verlaufen zwei Sehnen. Der zu stimulierende Punkt liegt exakt in der Furche zwischen dem Handgelenksknochen und der ersten Sehne.

Der Punkt kann mit einer stumpfen Stricknadel oder einer Kugelschreibermiene drei bis zehn Minuten stimuliert werden. Falls bis dahin keine Besserung eingetreten ist, sollte man die Behandlung jedoch abbrechen. (kw)


Quelle: Migraene-Aaura.de





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