Behandlungsformen bei Spannungskopfschmerz sollten sich ergänzen
(28. Juli 2003) Chronische Spannungskopfschmerzen sind für die Betroffenen eine unerträgliche Belastung. Vor allem die Intensität der Schmerzen macht ihnen zu schaffen, denn die Symptome können fast täglich auftreten. Die Behandlung gestaltet sich schwierig und besteht oft in Schmerzmedikamenten, die jedoch nur kurzfristig Linderung bringen. Forscher der Universität Ohio haben jetzt herausgefunden, dass eine Kombination der gängigen Behandlungsformen - Psychotherapie und Antidepressiva – zu besseren Ergebnissen führt. Ihre Erfahrungen publizierten sie im Journal of the American Medical Association.
An einer entsprechenden Studie hatten 203 Patienten teilgenommen. Sie wurden in vier Gruppen aufgeteilt. Alle wurden jeweils sechs Monate lang mit verschiedenen Methoden behandelt. Ein Teil der Probanden erhielt ein Antidepressivum, die zweite Gruppe praktizerte Stressmanagement. Die anderen Teilnehmer wurden mit einer Kombination aus beiden Therapien bzw. mit Placebos therapiert.
Dabei stellte sich heraus, dass 64 Prozent der Patienten mit einer Kombinationstherapie nur noch halb so oft an Spannungskopfschmerzen litten wie vorher. In den Gruppen mit jeweils einer Therapie wurde dieses Ergebnis nur bei einem Drittel erreicht. Das Plecebo führte immerhin bei 29 Prozent der Betroffenen zu einer Halbierung der Kopfschmerzen.
Studienleiter Kenneth Holroyd betont die Vorteile der Kombibehandlung, von der fast zwei Drittel der Teilnehmer profitierten. „Für diese Menschen, die jeden Tag mit dem Schmerz leben mussten, ist das ein gewaltiger Erfolg...“. Der Mediziner plädiert für eine schnelle Umsetzung des Behandlungsschemas, um die Abhängigkeit von Schmerzmitteln zu vermeiden. Diese verursachten oft selbst wieder Kopfschmerzen und damit einen Teufelskreis. Bei Antidepressiva bestehe diese Gefahr dagegen nicht. (as)
Quelle: surfmed
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