Erhöhtes Migränerisiko im Urlaub

Gesundheitsexperte warnt vor Langstreckenflügen

(25. Februar 2003) Menschen, die unter Migräne leiden, sollten Langstreckenflüge möglichst vermeiden. Das rät nun der Gesundheitsexperte Axel Heinze von der Schmerzklinik Kiel.
Das Risiko einer Migräne-Attacke erhöht sich ab einer Flugzeit von drei Stunden. Der Grund dafür sei die Luftdruckveränderung im Flugzeug. Wer trotzdem nicht auf eine Reise in die Ferne verzichten will oder kann, dem können Kältemasken helfen. Diese haben sich als geeignetes Mittel gegen Schmerzattacken im Flugzeug bewährt. Stehen sie nicht zur Verfügung, können sich Betroffene auch mit einem nassen Tuch oder einem mit Gel gefüllten Spezialkissen helfen.

Heinze erklärt auch, warum Migräne-Anfälle in den ersten Urlaubstagen besonders häufig sind: Zusätzlich zu der Vorbelastung im Flugzeug kommt noch der Anreisestress und die Zeitumstellung hinzu. Deshalb sei es besser, im Urlaub auf Alkohol zu verzichten und die gewohnten Schlafenszeiten einzuhalten. Das beugt der Migräne wirkungsvoll vor, da jede Beibehaltung der üblichen Gewohnheiten dem Körper Stress erspart.

Ob unter diesen Voraussetzungen der Urlaub noch als Erholungszeit durchgeht, wollte der Spezialist nicht sagen. (mp)


Quelle: Gesundheit SprechStunde





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