Kinder mit Migräne sind in ihrem Alltagsleben stark beeinträchtigt
(18. August 2003) Kinder mit Migräne leiden unter einer ähnlich schlechten Lebensqualität wie ihre chronisch kranken Altersgenossen. Das subjektive Gefühl der Einschränkung ist demnach vergleichbar mit dem von Kindern, die von rheumatischen Erkrankungen oder Krebs betroffen sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Cincinnati Children’s Headache Center (Ohio, USA), deren Ergebnisse im Fachblatt Pediatrics veröffentlicht wurden.
Für die Studie befragten die Forscher insgesamt 572 Kinder und Jugendliche zwischen 2 und 18 Jahren. Sie alle litten an Kopfschmerz-Attacken bzw. Migräne. Auch die Eltern wurden in die Erhebung einbezogen. Bei der Auswertung wurden die Antworten mit denen gesunder und schwer kranker Kinder verglichen.
Dabei zeigte sich, dass die Kopfschmerz-geplagten Kinder in nahezu allen Lebensbereichen durch ihre gesundheitlichen Probleme eingeschränkt waren. Dies äußerte sich nicht nur körperlich, sondern beispielsweise auch in schlechteren schulischen Leistungen. Die Beschwerden beeinträchtigten die Kids jedoch auch emotional. Dies kann bis hin zu Depressionen führen. Subjektiv beurteilten die kleinen Migräne-Patienten ihre Lebensqualität ähnlich schlecht wie Kinder, die an rheumatischen Erkrankungen oder an Tumoren leiden.
Studienleiter Scott W. Powers forderte, der Auswirkung von Migräne auf das alltägliche Leben von Kindern größere Beachtung zu schenken. Besonders für die behandelnden Ärzte sei es wichtig, psychische und andere Folgen bei der Therapie zu berücksichtigen. as
Quelle: multimedica
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