Wissenschaft entdeckt einen Zusammenhang
(28. November 2002) Englische Forscher des
Imperial College of Science, Technology & Medicine
und der Radcliffe Infirmary in Oxford verkündeten kürzlich, dass jüngere Frauen, die regelmäßig unter klassischer Migräne mit Aura leiden, einem erhöhten Schlaganfallrisiko ausgesetzt sind. In der Zeitschrift Journal of Neurology, Neurosurgery & Psychiatry klang bereits früher die Vermutung an, dass ein Zusammenhang zwischen Aura-Migräne und erhöhter Infarktgefährdung besteht.
Die Studie ergab bisher, dass sowohl Migränetyp als auch Häufigkeit und Dauer der Attacken ausschlaggebend für eine erhöhte Infarktgefährdung sind. So sind Frauen, die mehr als einmal im Monat einen Anfall erleiden und jene, die bereits über 12 Jahre Migränekrank sind, besonders gefährdet.
Die Einnahme hormoneller Verhütungsmittel fördert erwiesenermaßen einen Wechsel des Migränetyps von der Migräne ohne Aura zur Migräne mit auratischen Störungen, die vor allem das Sehen, aber auch den Geruchs-, Geschmacks- oder Tastsinn der Betroffenen stark beeinträchtigen. Daher empfiehlt Dr. Seymour Diamond jungen Frauen mit Migräne-Erfahrung bei der Wahl der Pille auf einen möglichst niedrigen Estrogengehalt zu achten und das Rauchen einzustellen. Denn die gefäßverengende Wirkung des Nikotins sowie die hormonelle Belastung der Pille bilden in Kombination mit der Migräne einen idealen Nährboden für Schlimmeres. (kw)
Quelle: Principal Health News
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