Jeder fünfte Kopfschmerz-Patient ist mit Erregern für Magenentzündung infiziert
(20. Januar 2003) Etwa jeder fünfte Migränepatient ist mit dem Heiliobacter pylori Bakterium infiziert, das auch zur Entzündung der Magenschleimhaut führt. Werden bei diesen Patienten die Erreger der Magenschleimhautentzündung wirksam bekämpft, lassen auch die Migräneattacken nach.
Das haben Wissenschaftler der Mailänder Universität anhand einer Studie 2002 untermauert. Von 130 Patienten, die mit Heliobacter pylori infiziert waren, behandelten die Forscher eine Gruppe drei Wochen lang nur mit Antibiotika (gegen Heiliobacter pylori), die andere Gruppe zusätzlich mit Laktobazillen. Lactobazillen sind Bakterien, die im Joghurt vorkommen und Hefepilze im menschlichen Verdauungstrakt bekämpfen.
Ein Jahr später litt noch die Hälfte der ersten, nur mit Antibiotika behandelten Patienten, unter den heftigen Kopfschmerzanfällen. In der anderen, zweifach behandelten Gruppe, hatte nur noch jeder Fünfte Migräne - allerdings weitaus seltener und weniger heftig wie vor der Therapie. NH
Quelle: www.dccv.de
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