Kinder im Stress

Migräneanfälle deuten auf Überforderungen des Gehirns hin

(24. Juli 2003) Schulische Anforderungen, Probleme im Elternhaus oder mit Freunden oder auch unzählige Eindrücke aus Fernsehen und Internet können bei Kindern Migräneanfälle auslösen.

Genetische Faktoren sind dafür mitverantwortlich: Manche Kinder nehmen mehr Eindrücke auf, als sie verarbeiten können. Die eingehenden Nervenimpulse werden nicht ausreichend gefiltert. So entsteht eine Reizüberflutung des Gehirns. Der Migräneanfall ist in diesem Fall ein Schutzmechanismus, um weitere Überlastungen abzuwehren. Nach der Migräneattacke hat sich das Gehirn von der Überlastung erholt.

Eltern können ihren Kindern helfen, indem sie mit ihnen zusammen die Stressquellen benennen und verringern. Auch entspan-nende Maßnahmen wie autogenes Training und progressive Muskelentspannung beugen dem Stress und damit einhergehenden Migrä-neattacken vor.

Insgesamt leiden bis zu zwei Prozent der Kinder im Vorschulalter unter Migräne, in der Pubertät sind es bis zu 12 Prozent eines Jahrgangs. Bei Kindern im Vorschulalter äußert sich die Migräne auch oftmals untypisch: Statt der üblichen Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit und Sehstörungen haben Kleinkinder dann Bauchschmerzen, leiden unter Erbrechen und Schwindelanfällen. (mm)

Quelle: lifeline





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