Kopfschmerzen bei Kindern

Wie hängt Migräne mit Schlafgewohnheiten zusammen?

(30.Mai 2003) Da viele Migräniker über Schlafprobleme berichten, stellt sich die Frage, ob schlechter Schlaf ein Migräne auslösen kann? Oder andersherum formuliert: Kann guter Schlaf Migräne-Attacken vermindern? Eine in der Fachzeitschrift Cephalgia veröffentlichte Studie des Zentrums zur Erforschung des Kopfschmerzes der Universität Bari in Italien bestätigte diese Vermutung.

Die Wissenschaftler untersuchten 70 Kinder und Jugendliche, bei denen sowohl Migräne als auch mangelnde "Schlafhygiene" vorlagen. Mangelnde Schlafhygiene definieren Mediziner, wenn mindestens zwei der folgenden Kriterien vorliegen:

  • Bettruhe später als 23:00 Uhr

  • Weckzeit später als 8:00 Uhr
  • Ein „Nickerchen“ während des Tages

  • Unregelmäßiges Schlafverhalten bzw. Schlafrhythmus

  • Verzehr von Cola, Kaffee, Tee, Schokolade oder ähnlicher Genußmittel am späten Nachmittag oder am Abend

    Notwendigkeit einer Einschlafhilfe Die jungen Probanden wurden in zwei Gruppen geteilt: Die erste Gruppe erhielt Instruktionen zur Verbesserung ihrer Schlafhygiene, die zweite Gruppe fungierte als Kontrollgruppe. Die Auswirkungen auf die Dauer, Frequenz und Schwere (= Stärke des Schmerzes und anderer migränetypischer Symptome) der kindlichen Migräne wurde nach 3 und 6 Monaten erhoben und ausgewertet.

    Das Ergebnis war eindeutig: Die Häufigkeit und Dauer der Migräne-Attacken ging bei der ersten Gruppe, die auf geregelten Schlafrhythmus achtete, signifikant zurück. Die Kinder wiesen eine geringere Anzahl kürzerer Anfällen auf. Bei der Kontrollgruppe blieb die Migräneausprägung und –häufigkeit unverändert. Die Schmerzintensität der beobachteten Anfälle wies hingegen in beiden Gruppen keine Veränderung auf.

    Fazit: die Studie belegt, dass eine Verbesserung mangelhafter Schlafhygiene bei Kindern und Jugendlichen die Migräne-Attackenhäufigkeit und auch die Dauer der einzelnen Attacken signifikant und ohne medikamentöse Therapie reduziert. Die individuelle Schwere der einzelnen Attacken blieb davon unberührt. (kw)

    Quelle: Cephalgia





    Weitere Gesundheitsratgeber für sie verfügbar:

    Zahnratgeber

    Augenratgeber

    Gehörratgeber

    Allergienratgeber

    Haarausfallratgeber

    Migräneratgeber

    Naturheilkunderatgeber

    Plastische-Chirurgie-Ratgeber

    Rückenschmerzen-Ratgeber

    Depressionen-Ratgeber