Kopfschmerzen im Alter - meist sind Halswirbelsäule und Gefäße Schuld

(17. Januar 2003) Rund ein Viertel der in Deutschland lebenden Bevölkerung leidet unter sogenannten primären Kopfschmerzformen, wie Spannungskopfschmerz und Migräne. Doch die Zahl der Betroffenen sinkt tendenziell mit zunehmendem Alter.

Bezüglich wirksamer Therapiemaßnahmen ist es wichtig zu wissen, dass es sich bei den Kopfschmerzen älterer Menschen überwiegend um sekundäre Schmerzformen des Schädels handelt. Dr. Jürgen Klotz von der Neurologischen Klinik des Klinikums in Fulda untersuchte die Häufigkeit von Kopfschmerzen anhand der Daten von 8961 Klinikpatienten des Fuldaer Krankenhauses aus den letzten zwei Jahren.

Das Ergebnis zeigte, dass 17 Prozent der unter 65-jährigen vor allem an Migräne, Spannungs- und Clusterkopfschmerzen litten. Bei den älteren Patienten hatten nur sieben Prozent Kopfschmerzen. Diese sind überwiegend den sekundär bedingten Kopfschmerzen zuzuordnen, die durch Gefäßerkrankungen, Blutungen im Schädelraum, zerebrale Ischämien (Durchblutungsstörungen im Gehirn) oder gar Hirntumoren bedingt sind. Weitere Kopfschmerzauslöser im Alter sind Verschleiß- und Abbauerscheinungen der Halswirbelsäule.

Ein weiterer Risikofaktor in Sachen Alterskopfschmerzen liegt laut Dr. Klotz in einer ungünstigen Medikation: Denn viele der älteren Menschen leiden unter mehreren Krankheiten, die mit verschiedenen Medikamenten behandelt werden. In den seltensten Fällen achten die behandelnden Ärzte auf kritische Wechselwirkungen zwischen den Arzneimitteln. Daher sollte der Arzt tunlichst auf eine gute Verträglichkeit achten. (kw)


Quellen: Stiftung Kopfschmerz, Der Hausarzt





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