Mehr Schein als Sein

Patienten sind für Umbruch in der medizinischen Versorgung bereit

(22. September 2003) Nach einer Umfrage auf der Website der Zeitschrift GEO denken drei Viertel der 1034 befragten Leser, dass Krankheiten durch Selbstheilung kuriert werden können. Nur sieben Prozent schließen die Heilung von Krankheiten durch positives Denken aus, 19 Prozent halten es in einem bestimmten Maß für möglich.

Selbst dem „Placebo-Effekt“ spricht etwa jeder Dritte eine positive Wirkung zu. Diese Gruppe ist der Meinung, dass knapp die Hälfte der Heilungen lediglich auf Scheinmedikamente zurückzuführen ist. Um Kosten zu senken, wären auch die meisten damit einverstanden, dass Ärzte Placebo-Medikamente verschreiben.

Zusammenfassend geht aus der Befragung hervor, dass viele das Gefühl haben, Ärzte würden das Patientengespräch vernachlässigen, die Selbstheilungskräfte ihrer Patienten unterschätzen und zu viel Medikamente verschreiben.

Die Befragung von GEO-Online zeigt zudem ein Umdenken bei den Patienten. Sie akzeptieren einen Wandel in der Gesundheitsversorgung. Über die Hälfte der Befragten war bereits bei einem Naturheiler und über 70 Prozent sind bereit, Placebos einzunehmen, wenn es ihnen hilft, medizinisch vertretbar ist und es die Kosten im Gesundheitswesen senkt. (hTb)
Quelle: Presseportal

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