Infos über Arzneimittel kommen immer häufiger aus dem Netz fos
(26. Mai 2003) Dreiviertel der Deutschen setzen auf Naturheilmittel. Damit belegen sie in Europa die Spitzenposition unter den Fans von natürlichen Arzneien. Von den Franzosen, die immerhin auf Platz zwei der Naturheilkundeanhänger rangieren, vertraut ein knappes Drittel auf Medizin aus dem Kräutergarten. Das hat eine Studie im Auftrag des Bundesverbandes der Arzneimittelhersteller ergeben.
Das Institut für Demoskopie Allensbach
führte die Studie im Frühjahr 2002 durch. Gegenüber dem wachsenden Vertrauen der Bevölkerung in die Heilkräfte der Natur, zeichnet sich laut Studie beim medizinischen Personal das genaue Gegenteil ab. Ärzte stellen immer weniger Rezepte für natürliche Arzneien aus, während die Einnahme solcher Mittel in „Eigenregie“ ständig steigt. Die Entscheidung für pflanzliche Heilmittel
(Phytotherapie) treffen rund 43 Prozent der Deutschen selbstständig, nicht einmal zehn Prozent auf Anraten ihres Arztes und 15 Prozent nach Beratung durch einen Apotheker.
Die Top Ten der auf diese Weise selbst behandelten Krankheiten ermittelte das Allensbacher Institut ebenfalls: Erkältung, Grippe, Schlaflosigkeit, Magenbeschwerden, Verdauungsprobleme, Kopfschmerzen, Nervosität, Kreislaufbeschwerden, Bronchitis und Erschöpfung.
Das große Interesse für natürliche Heilmethoden zeichnet sich auch im Internet ab: Nach einer Umfrage von Mummert Consult (Unternehmensberatung) surfen knapp die Hälfte aller Deutschen wegen Gesundheitsfragen im Netz, davon 61 Prozent auf der Suche nach alternativen Behandlungsmethoden.
Außerdem wollen die Nutzer sich im Internet auf den Arztbesuch vorbereiten oder Ratschläge ihres Mediziners mit Meinungen aus aller Welt vergleichen. NH
Quelle: deam.de
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