Pestwurz und Triptane bei Kopfschmerzattacken

Migränepatienten müssen auf Triptane umgestellt werden, seit Ergotamin vom Markt genommen wurde

(17. Juli 2003) Bei Migräneanfällen empfehlen europäische und deutsche Fachgesellschaften Triptane. Die Substanz wird bei der Behandlung von Kopfschmerzattacken eingesetzt.

Zudem weisen die Fachgesellschaften jetzt nochmals darauf hin, dass seit Ende Juni ergotaminhaltige Medikamente vom Markt genommen wurden. Die Medikamente haben eine stark gefäßverengende Wirkung.

Von dieser Umstellung sind in Deutschland zirca 250.000 Patienten betroffen. Sie müssen jetzt auf andere Substanzen eingestellt werden. Mittlerweile sind hierzulande sieben Triptane-Präparate zugelassen. Unterschiede finden sich in der Darreichungsform, Wirkeintritt und Wirkungsdauer.

Zwischen der letzten Ergotamin und der ersten Triptaneeinnahme müssen 24 Stunden verstrichen sein, da sonst das erhöhte Risiko eines Gefäßkrampfes besteht.

Auch die Nebenwirkungen von Triptanen sind beachtenswert. Nach der Einnahme können Herzschmerzen und Herzrhythmusstörungen auftreten.
Deshalb ist es ratsam, bei leichten Kopfschmerzen auf einfache Schmerzmittel wie Analgetika zurück zu greifen.
Im Bereich der Naturheilkunde sind außerdem gute Ergebnisse mit Pestwurz erzielt worden. In zwei Studien haben Mediziner nachweisen können, dass Medikamente aus Pestwurz-Extrakt eine hohe Wirkung, gerade in der vorbeugenden Behandlung zeigen. (siehe News Pflanzliches Medikament reduziert Schmerzattacken um 63 Prozent) (hTb)

Quelle: www.aerztzeitung.de





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