Pharmazeutische Betreuung zeigt Wirkung

Beratung in der Apotheke für Kopfschmerzpatienten

Vor zwei Jahren begann in Bremen und Niedersachsen eine Studie zur pharmazeutischen Betreuung von Migräne- und Kopfschmerzpatienten, deren Ergebnisse jetzt vorgestellt wurden. Die 83 daran teilnehmenden Apotheken verteilten dabei über 3000 Fragebögen an Käufer von Kopfschmerztabletten.

Daraufhin nahmen 357 Patienten, die im Durchschnitt 44 Jahre alt waren, an der Untersuchung teil. Sie wurden in zwei Telefoninterviews zu ihren Schmerzen und dem Nutzen der pharmazeutischen Betreuung befragt. „Neun von zehn Patienten beurteilten die Apotheker als kompetent und empfahlen die pharmazeutische Betreuung weiter“, sagte Dr. med. Wolfgang Hoffmann, der wissenschaftliche Leiter der Studie. Das Ergebnis lässt ebenfalls diesen Schluss zu: Die Patienten fühlten sich subjektiv gesünder, waren objektiv leistungsfähiger und klagten seltener über Kopfschmerzen. „Der Rat des Apothekers ist bei Kopfschmerzen besonders wichtig, da viele Patienten sich selbst mit rezeptfreien Medikamenten behandeln“, erläuterte Hoffmann.

Etwa 50% der betreuten Patienten wurde von den Apothekern spätestens beim zweiten Betreuungsgespräch der Gang zum Arzt empfohlen, was die meisten auch befolgten. Dies weist auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Apothekern und Ärzten hin, die gerade bei Migräne und chronischen Kopfschmerzen notwendig ist. (ca)


Quelle: ABDA





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