Erhöhte Gefahr für rauchende Migränepatientinnen
(7. Mai 2003) Frauen, die an Migräne leiden, haben ein erhöhtes Risiko, einen Schlaganfall zu bekommen. Die ist bei einer bestimmten Konstellation ungünstiger Faktoren der Fall. Betroffen sind vor allem Patientinnen mit häufig auftretenden Attacken, die zudem mit neurologischen Ausfallserscheinungen einher gehen. Dies berichtet die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) in der neuesten Ausgabe ihrer Mitgliederzeitschrift „Kopfschmerz-News“. Die Experten raten diesen Frauen daher dringend, auf das Rauchen zu verzichten. Zudem sollten sie Schlaganfall begünstigende Faktoren wie zu hohe Cholesterin- und Bludruckwerte regelmäßig kontrollieren lassen.
Wie die Forscher betonen, treten Schlaganfälle bei Frauen unter 45 Jahren ausgesprochen selten auf. Welchen Einfluss die Migräne dabei haben kann, wurde jetzt im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) untersucht. Die Forscher studierten 86 Fälle, in denen Frauen aus fünf europäischen Ländern zwischen 20 und 44 Jahren im Zeitraum von 1990 und 1993 einen Schlaganfall erlitten hatten. Diese Ergebnisse verglichen sie mit dem Schlaganfallrisiko von 240 gesunden Frauen.
Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die Gefahr eines Schlaganfalls dann statistisch nachweisbar ist, wenn die Migräne seit mehr als zwölf Jahren besteht und die Patientinnen mehr als zwölf Attacken im Jahr haben. Außerdem müssen die Migräne-Anfälle mit neurologischen Ausfallserscheinungen wie Seh- und Gefühlsstörungen gekoppelt sein.
Absolut gesehen ist das Schlaganfallrisiko jedoch gering. Jährlich sind fünf von 100.000 gesunden Frauen zwischen 20 und 45 Jahren davon betroffen. Kommt der Risikofaktor Migräne hinzu, sind 15 von 100.000 Frauen gefährdet. As
Quelle: DMKG
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