Natürliche Verfahren bewirken zu leichterem Migräneverlauf
(29. Januar 2003) Ja, es gibt sie – die weniger dramatischen Migräneattacken. Dann zwingen einen die Schmerzen nicht zwangsläufig ins Bett. Die übliche Übelkeit tritt vielleicht gar nicht auf, und der Anfall dauert nicht so lange wie sonst.
Wer dieses „Glück im Unglück“ hat, kann über sanfte Behandlungsmethoden nachdenken. Statt panisch Migräne-Medikamente zu schlucken, hilft bei einem leichten Anfall vielleicht schon eine Tasse schwarzer Kaffe, am besten mit einem Schuss Zitrone.
Manche Migräniker geben sich auch mit einfachen Eisbeuteln zufrieden, die das schmerzende Haupt kühlen. Andere bevorzugen Wärme. Einigen reichen Ruhe und Dunkelheit, wieder anderen hilft ein Spaziergang.
Darüber hinaus gibt es natürliche Methoden, mit denen sich eine regelrechte „Migränekarriere“ in ein Leben mit weniger Attacken und geringeren Schmerzen umwandeln lässt. Verschiedene Entspannungstechniken haben sich bewährt:
So sollen Patienten mit der Biofeedback-Methode lernen, eine Verengung ihrer geweiteten, schmerzenden Gefäßwände zu erzielen. Dabei werden verschiedene Körpervorgänge gemessen und dem Patienten dargestellt. Allein durch seine Vorstellungskraft kann er dann Veränderungen herbeiführen.
Da Migräne auch als stressbedingte Krankheit gilt, helfen auch Rollenspiele, die das Selbstbewusstsein und die Gelassenheit fördern und den Migräniker in die Lage versetzen, sein Leben mehr zu genießen. Bei der Muskelentspannung nach Jacobsen lernen die Schmerzgeplagten bestimmte Muskelgruppen an- und sofort wieder zu entspannen. Dadurch können sich die Betroffenen mitten im Alltag bewusst entspannen. NH
Quelle: lifeline
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