Schmerztabletten lösen Dauerkopfschmerz aus

Essener Wissenschaftsgruppe stellt Ergebnisse vor

Unter Kopfschmerz leidende Menschen kennen das Phänomen. Um dem unangenehmen Schmerz zu entfliehen, nimmt man Schmerz- oder Migränemittel ein. Diese sind oft rezeptfrei zu haben und scheinen schnell zu helfen. Doch aus dieser Gewohnheit kann sich Arzneimittel-Kopfschmerz entwickeln.

Etwa ein bis zwei Prozent der Bevölkerung leiden an diesem Kopfschmerztyp. Dies sind in Deutschland zwischen 800.000 und 1,6 Millionen Menschen. Frauen sind dabei dreimal so häufig betroffen wie Männer. Wie schnell sich der Medikamenten-Kopfschmerz entwickelt, hängt von der Art der eingenommenen Substanz ab.

„Auffallend ist, dass der Arzneimittel-Kopfschmerz nur bei Patienten mit Migräne und Spannungskopfschmerzen auftritt“, so der Essener Wissenschaftler Zaza Katsarava von der Neurologischen Universitätsklinik. Demnach entwickelt sich bei der Einnahme von Triptan der Kopfschmerz schneller als bei der Bekämpfung der Attacken mit Analgetika oder Ergotaminen. Auch Dauer und Intensität der Entzugssymptome hängen nach einer Studie der Essener Klinik von den eingenommenen Substanzen ab. Triptan-Patienten sind demnach weniger rückfallgefährdet als ihre Leidensgenossen, die andere Präparate verwenden.

Um den Medikamenten-Kopfschmerz generell zu vermeiden, sei es wichtig, an höchstens zehn Tagen im Monat und an höchstens drei Tagen hintereinander Schmerz- oder Migränemittel einzunehmen. Mit dieser Dosierung könne die Abhängigkeit von vorn herein vermieden werden. (ca)


Quelle: Stiftung Kopfschmerz





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