WHO setzt Acetylsalycylsäure (ASS) auf die Liste der „unentbehrlichen Medikamente“
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Wirkstoff ASS erstmals als Mittel gegen akute Migräne in die „Liste der unentbehrlichen Arzneimittel“ aufgenommen. ASS ist in zahlreichen Präparaten enthalten, bekannt ist es vor allem als Asprin.
Gewürdigt wird damit das breite therapeutische Spektrum von ASS, das nunmehr insgesamt dreimal in der WHO-Liste vertreten ist. In den Jahren zuvor wurde es bereits als Wirkstoff gegen Schmerzen und zur Vorbeugung von gefährlichen Gefäßverschlüssen anerkannt.
Die „Liste der unentbehrlichen Medikamente“ gibt es seit 1977. Sie dient vor allem dazu, Menschen in der ganzen Welt Zugang zu lebensrettenden Arzneimitteln zu verschaffen und damit eine Grundversorgung zu gewährleisten. Viele Länder haben inzwischen auf dieser Grundlage eigene, nationale Listen erstellt. Außerdem wurde damit eine bessere Übersicht auf dem Arzneimittelsektor geschaffen.
Die zwölfte Fassung des Konzepts beinhaltet insgesamt 325 Arzneimittel, die therapeutisch besonders wirksam gegen Krankheiten sind, unter denen die Mehrzahl der Weltbevölkerung leidet. Als wichtige Auswahlkriterien gelten die medizinische Wirksamkeit, gute Verträglichkeit, weltweite Verfügbarkeit und der Preis des Medikaments.
ASS gilt seit mehr als 100 Jahren als Arznei-Klassiker. Im Jahr 1897 war es dem Chemiker Felix Hoffmann gelungen, aus Salycylsäure Acetylsalycylsäure herzustellen, die als ASS bekannt wurde. 1899 wurde der Wirkstoff als Aspirin patentiert. Neben Asprin sind in Deutschland noch 60 weitere Präparate im Handel, die ASS als alleinigen Wirkstoff enthalten. Im Jahr werden auf der ganzen Welt etwa 50.000 Tonnen Aspirin verbraucht. as
WHO-Liste der unentbehrlichen Arzneimittel
Quelle: medicine-worldwide, Franken-Apotheke Erlangen
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