Studie: Stillen verlängert den positiven Effekt
(3. November 2003) Italienische Forscher haben jetzt erstmals nachgewiesen, dass sich Migräne während der Schwangerschaft bessert. Die Tatsache war zwar schon länger bekannt, die aktuelle Studie belegt sie nun aber mit genauen Zahlen. Außerdem fanden die Forscher heraus, dass die Besserung anhält, solange die Frauen stillen. Experten der Deutschen Migräne- und Kopfschmerz-Gesellschaft (DMKG) kommentierten die Ergebnisse in ihrer aktuellen Ausgabe der Kopfschmerz-News.
Die Erkenntnis, dass sich Migräne in vielen Fällen während einer Schwangerschaft bessert, beruhte bisher auf Umfragen bei Frauen nach der Entbindung. Die italienischen Forscher führten nun erstmals eine vorausschauende (prospektive) Studie durch. Dabei ließen sie 49 schwangere Frauen, die unter Migräne litten, ein Kopfschmerztagebuch führen.
Bei fast der Hälfte der Schwangeren kam es bereits während der ersten drei Monate zu einer Besserung. Acht von zehn werdenden Müttern registrierten weniger Beschwerden im zweiten Drittel, neun von zehn Frauen im letzten Drittel. In den letzten drei Monaten der Schwangerschaft hatten acht von zehn Frauen sogar überhaupt keine Migräne mehr. „Die dramatische Besserung der Migräne während der Schwangerschaft ist wahrscheinlich damit asssoziiert, dass gleichbleibend hohe Östrogenspiegel bestehen“, vermuten die DMKG-Experten.
Nach der Entbindung kehrte die Migräne jedoch schnell wieder zurück – bei einem Drittel der jungen Mütter passierte dies innerhalb einer Woche. Mehr als die Hälfte von ihnen bekam innerhalb des ersten Monats wieder Kopfschmerzen. Allein die Frauen, die stillten, profitierten anhaltend von der Besserung. (as)
Quelle: idw
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