Therapie-relevant: Die meisten leiden unter ähnlichen Symptomen
(29. Oktober 2003) Mit Hilfe „elektronischer Tagebücher“ konnte erstmals gezeigt werden, dass subjektiv wahrgenommene Vorsymptome mit hoher Wahrscheinlichkeit das Auftreten eines Migräneanfalls ankündigen. Außerdem stellte sich heraus, dass die meisten Migränepatienten ähnliche Vorzeichen vor einer Schmerzattacke verspüren. Das ist das Ergebnis einer britischen Studie, an der 120 Migräniker teilnahmen.
Die Wissenschaftler versorgten jeden Teilnehmer mit einem Computer, in den sie ihre Wahrnehmungen und das Auftreten von Migräneattacken täglich eingaben. Im Nachhinein ließen sich die Einträge nicht mehr verändern. Ein Alarmsystem erinnerte die Teilnehmer täglich an ihren Eintrag. Auf diese Weise erhielten die Forscher detaillierte Daten.
Dabei stellte sich heraus, dass Migräniker vor einem Anfall am häufigsten Müdigkeit verspüren, an zweiter Stelle standen Probleme beim Lesen, Schreiben und Sprechen. Das Bedürfnis zu gähnen, ohne müde zu sein, kristallisierte sich ebenfalls zu einem verdächtigen Vorzeichen heraus.
Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Schmerzattacke eintritt, ist um so höher, je kürzer diese Symptome vor dem Anfall auftreten. Ein bis zwei Tage vor den Kopfschmerzen fühlen sich Migräniker gesundheitlich stark angeschlagen.
Nach Ansicht der Wissenschaftler können aus der „electronic diary study“ Erkenntnisse abgeleitet werden, die beim Verständnis des Migräne-Zyklus wie bei der Vorbeugung von einzelnen Schmerzzuständen hilfreich sein werden. NH
Quelle: Deutsche Migräne- und Kopfschmerz-Gesellschaft (DMKG)
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