Verhaltenstherapie gegen Migräne

(14. November 2002) Bei Kindern und Jugendlichen, die an Migräne leiden, können Verhaltenstherapien hilfreich sein.
Eine Untersuchung an der Universität in Ohio erzielte mit dieser Therapieform Erfolge bei der Behandlung von Migräneattacken. Die Kinder und Jugendlichen lernten bei dieser Therapie, die Migränesymptome zu erkennen und deren Auslöser auszuschalten.
Die 30 Jugendlichen, die an der Studie teilgenommen haben, waren im Alter von 12 bis 17 Jahren. Die eine Hälfte der Jugendlichen bekam das Medikament Triptane verabreicht. Triptane ist ein spezielles Migränepräparat, das gezielt bei einer Attacke eingesetzt werden kann.
Die andere Hälfte der Jugendlichen wurde mit einer Verhaltenstherapie behandelt. Sie lernten Entspannungstechniken, Stressmanagement und Biofeedback.
Mit "Biofeedback" wird allgemein ein Verfahren verstanden, bei dem Prozesse im Organismus der bewussten Wahrnehmung zugänglich gemacht werden, die nicht oder nur ungenau durch die Sinnesorgane erfasst werden.
Durch die Verhaltenstherapie konnten die Anzahl der Attacken im Monat und Dauer der einzelnen Migräneattacken gemindert werden.

Eine Möglichkeit, Migräne zu behandeln, ist eine Musiktherapie. Mit Musik und musikalischen Fantasiereisen werden Entspannung und Konzentration gefördert. Die Kinder können durch eigenständiges Musizieren ihre Lebenssituation darstellen und dabei versuchen, diese zu verarbeiten.
Es ist immer empfehlenswert, auf solche Therapieformen zurückzugreifen, da jede medikamentöse Behandlung auch Nebenwirkungen hat und damit nur die Symptome der Erkrankung, aber nicht die Ursachen des Schmerzes behandelt werden. (hTb)


Quelle: Lifeline – Medizin und Gesundheit





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