Bei unzureichender Therapie sollten Triptane gewechselt werden
(10. November 2003) Wenn die bisherige Behandlung der Migräne mit bestimmten Triptanen nicht mehr genügend anschlägt, sollte das Medikament Eletriptan angewendet werden. Eletriptan ist ebenfalls ein Triptan, nur mit einer längeren Halbwertszeit. Dass diese Therapie erfolgreich sein kann, zeigt eine Studie, die vor kurzem auf dem Jahreskongress der US-amerikanischen Neurologen in San Francisco vorgestellt wurde.
Dr. John Claude Krusz vom Anodyne Headache and Pain Care in Dallas (Texas) stellte die Ergebnisse vor. Insgesamt 30 Patienten nahmen an der Untersuchung teil. Sie alle waren erfolgreich mit Triptanen behandelt worden, die eine geringe Halbwertszeit aufweisen (Rizatriptan, Sumatriptan, Zolmitriptan). Nach einiger Zeit schlugen die Medikamente jedoch nicht mehr so gut an wie vorher. Die Wirksamkeit der jeweilen Triptandosis nahm ab, und oft mussten die Patienten eine weitere Dosis gegen ihre Kopfschmerzen einnehmen.
Während der Studie wurde den Probanden an fünf aufeinander folgenden Migräne-Attacken jeweils 40 mg Eletriptan verabreicht. Sechs von ihnen hatten zuvor Rizatriptan eingenommen, 19 Sumatriptan und fünf Zolmitriptan. Im Migränetagebuch notierten sie unter anderem Angaben zur Entwicklung der Schmerzen. Ihre gewohnte Prophylaxe oder andere zusätzliche Therapien wurden fortgesetzt.
Insgesamt 24 Patienten stellten fest, dass die Behandlung mit Eletriptan genauso wirksam war wie mit dem ursprünglichen Triptan. Diesen positiven Effekt registrierten sie bei 90 Prozent ihrer Attacken. Wiederholte Kopfschmerzen traten seltener auf. Nur sechs der 30 Patienten benötigten eine neue Dosis Eletriptan. Vorher waren es 14 Migräne-Patienten.
Laut Krusz kommen verschiedene Gründe für das Nachlassen der Wirksamkeit von Triptanen in Frage. So könne eine häufige Einnahme dazu führen, dass der Patient weniger gut darauf anspricht. Auch das Muster der Migräne-Attacken könne sich ändern, so dass beispielsweise mehr Anfälle in der selben Zeit auftreten. Manche Patienten entwickelten unter der Triptan-Therapie ein so genanntes Rebound-Phänomen, bei dem die Kopfschmerzen nach einer gewissen Zeit erneut auftreten. as
Quelle: psl group
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