Zehn Sekunden Schädelweh für ein Gratiseis

Forscher: Kältekopschmerz ist Veranlagung

(31. März 2003) Nein, es ging nicht um die Teilnahme am neuen Langnese-Werbespot. Trotzdem konnten kanadische Forscher 150 dreizehnjährige Schüler natürlich schnell dazu zu bewegen, ein Eis im Auftrag der Wissenschaft zu schlecken. Intention des coolen Experiments: heraus zu finden, was es mit dem so genannten Eiskremkopfschmerz auf sich hat.

Zunächst berichteten die Schüler schriftlich über etwaige Erfahrungen mit Schädelbrummen nach dem Eisessen. Dann bekamen alle ein 100 Mililiter großes Eis in die Hand. Die Hälfte der jungen Studienteilnehmer erhielt die Anweisung, die kalte Schleckerei möglichst innerhalb von fünf Sekunden zu verzehren. Die andere Gruppe sollte hingegen nach einer halben Minute erst die Hälfte der Süßigkeit vernascht haben.

Verteilt wurde die Eisuntersuchung auf mehrere Termine innerhalb von zwei Monaten. Folgende Ergebnisse brachte das Experiment: Von den Turboschleckern bekamen 27 Prozent eine Kopfwehattacke unmittelbar nach dem Eisgenuss, bei den langsamen Genießern waren davon nur 13 Prozent betroffen. Verglichen mit den vorher beantworteten Fragebögen, war zu schlussfolgern, dass eine etwaige Kälteempfindlichkeit ein Leben lang anhält.

Außerdem fanden die Forscher heraus, dass Kopfschmerzen auf Kälte unabhängig von der Außentemperatur auftreten. Im Durchschnitt dauerte eine Schmerzattacke auf Eis nur bis zu zehn Sekunden. Wohl mit ein Grund, warum keiner der Jugendlichen vorzeitig „die Eistüte ins Korn warf“. NH


Quelle: medical tribune





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