Medikamente

Medikamente zur Migräne-Prophylaxe


  1. Betablocker


  2. Calium-Antagonisten


  3. Kodein und Koffein


1. Betablocker


Es gibt neben den nicht-medikamentösen Möglichkeiten, verschiedene pharmakologische Alternativen zur Prophylaxe von Migräneattacken. In der Regel wird man diese aber erst bei Patienten mit mehr als drei Attacken pro Monat oder besonders schweren und langanhaltenden Attacken diskutieren. Am besten untersucht und in der Regel erste Wahl ist die Gabe eines Betablockers (Propranolol, Metoprolol oder seltener eingesetzt Atenolol). Die Therapie sollte nur langsam steigernd begonnen werden, wobei für Metoprolol eine Dosierung von 100-200 mg täglich anzustreben ist. Mit einer Wirkung ist frühestens nach vier bis sechs Wochen zu rechnen; etwa 70% der Patienten zeigen eine 50%ige Reduktion ihrer Attackenfrequenz. Nach etwa neunmonatiger Therapie sollte die Indikation für eine Prophylaxe durch einen Absetzversuch kontrolliert werden.

Betablocker senken den Sauerstoffbedarf des Herzmuskels dadurch, dass sie die Herzfrequenzsteigerung durch Stress oder Belastung, den damit verbundenen Blutdruckanstieg und die Pumpleistung (Herzminutenvolumen) bremsen.

Als Nebenwirkungen treten realtiv häufig Schwindel, Benommenheit und Verlangsamung des Pulses auf. Weniger häufig sind Atembeschwerden und Verwirrtheitszustände (besonders bei älteren Menschen). Betablocker können außerdem die Sexualität einschränken, wie z.B. Potenzstörungen. Wer an Asthma, Diabetes oder Durchblutungsstörungen der Gliedmaßen leidet, sollte Betablocker zur Migräneprohylaxe nicht verwenden.

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2. Calium-Antagonisten

Calcium-Antagonisten blockieren die Wirkung des Calciums im Körper. Dies geschieht durch Hemmung des Calcium-Ionen-Einstroms in die Muskelzellen. Folglich werden die Arterien am Herzen und im ganzen Körper erweitert.

Durch Gabe von Calcium-Antagonisten wird die Blutversorgung des Herzmuskels verbessert und dadurch die Herzarbeit herabgesetzt. Calcium-Antagonisten können insbesondere Engstellungen und Verkrampfungen (Gefäß-Spasmen) an den Herzkranzgefäßen mildern oder verhindern. Sie senken den Blutdruck, weshalb sie sich in der Regel auch in der Migräneprophylaxe erwiesen haben. In letzter Zeit zweifeln jedoch immer mehr Experten am Nutzen des Mittels. Wegen einiger Nebenwirkungen sind sie auch nicht für jeden geeignet und nur mit Vorsicht zu genießen. Besonders Diabetikern wird von einer Therapie mit Calciumantagonisten abgeraten. Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen Gewichtszunahme, Müdigkeit und Magenschmerzen. Deshalb sollten auch Übergewichtige und Menschen die unter Schlafstörungen leiden auf dieses Medikament verzichten.

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3. Kodein und Koffein

Wenn die Schmerzmittel ASS (Aspirin) und Paracetamol in ihrer Wirkung zu schwach wirken, kann diese durch die Beimengung von Koffein und des Opioids Kodein verstärkt werden. Diese Kombinationen gelten als therapeutisch wirksam sind jedoch nur gegen Rezept erhältlich. Dennoch ist von diesen Schmerzmittel wegen der starken Nebenwirkungen allerdings abzuraten. Kodein und Kofein wirken euphorisierend.

Wer sich einmal an die Einnahme eines solchen Schmerzmittels gewöhnt hat, bekommt leicht das Gefühl, sich ohne Schmerztabletten unwohl, nicht leistungsfähig und deprimiert zu fühlen. Um die gleich Wirkung zu erhalten, muss die Dosis dann fortlaufend erhöht werden. Es besteht daher das Risiko in Abhängigkeit zu geraten. Zusätzlich kommen die üblichen Nebenwirkungen von Schmerzmitteln, wie Übelkeit, Benommenheit, Erbrechen hinzu.

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