| Mein Kind hat Migräne - was nun? |
|
1. Allgemeines Damit eine wirksame und sinnvolle Therapie eingeleitet werden kann, sollte ein kindgerechtes Schmerztagebuch geführt werden. Wie bei der Variante für Erwachsene sollten Symptome und deren Stärke, sowie Auslöser und Auswirkungen genau dokumentiert werden. Es gibt extra kindgerechte Schmerztagebücher, die für die Kleinen leichter auszufüllen sind. Bei jüngeren Kindern ist es am sinnvollsten, wenn Sie unabhängig von Ihrem Kind ein solches Schmerztagebuch führen. So können die Ergebnisse später verglichen werden. Viele Betroffene erkennen durch das Führen eines Tagebuches die individuellen Auslöser und können diese künftig vermeiden. Oft tritt danach bereits eine Besserung der Attacken ein. Die Dokumentation hilft dem behandelnden Arzt, eine geeignete Therapie einzuleiten. Genau wie bei der Diagnostik der Migräne bei Erwachsenen wird auch mit Kindern zunächst ein Anamnesegespräch geführt. Dabei wird die geplante Therapie genau besprochen und alle anstehenden Fragen, soweit möglich, geklärt. Seitenanfang >2. Therapie ohne Medikamente Bei Kindern hat sich abwartendes Verhalten als sinnvoll erwiesen:
Seitenanfang >3. Medikamentöse Behandlung Diese wird in der Regel nur bei akuten Migräneattacken angewandt und sollte mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Meist empfiehlt dieser Paracetamol (10-20 mg pro kg Körpergewicht) beziehungsweise Ibuprofen (10 mg pro kg Körpergewicht). Ausweichpräparate wie das Dihyddroergotamin, dass oral verabreicht wird, werden mitunter ebenfalls verordnet. Manche, besonders schweren Attacken lassen sich durch diese Medikamente nicht lindern. Hier greift Sumatriptan (20 mg), dass über die Nase verabreicht wird. Medikamente, die Acetylsalicylsäure enthalten, wie beispielweise Asperin, sollten bei Kindern nicht verabreicht werden. Bei Kindern unter zwölf Jahren kann die Einnahme zu Leberschäden führen. Lassen Sie sich in jedem Fall von einem Arzt beraten! Seitenanfang >4. Vorbeugende Maßnahmen Als prophylaktische Medikamente gelten Beta-Blocker, Kalziumantagonisten oder Dihydergot. Eine Therapie mit diesen Medikamenten sollte mindestens vier bis sechs Monate durchgeführt werden. Denn mit ersten Erfolgen ist erfahrungsgemäß nach drei bis sechs Wochen zu rechnen. Entspannungsübungen sind, das ist bewiesen, Medikamenten in diesem Fall vorzuziehen. Sie erzielen gleich gute oder bisweilen bessere Ergebnisse. Seitenanfang Weitere Gesundheitsratgeber für sie verfügbar: Zahnratgeber Augenratgeber Gehörratgeber Allergienratgeber Haarausfallratgeber Migräneratgeber Naturheilkunderatgeber Plastische-Chirurgie-Ratgeber Rückenschmerzen-Ratgeber Depressionen-Ratgeber |