Qi Gong

  1. Was ist eigentlich Qi Gong?

  2. So funktioniert Qi Gong

  3. Ist Qi Gong das Richtige für mich?

  4. Was kostet mich ein solcher Kurs?

Was ist eigentlich Qi Gong?
Unter Qi Gong (sprich: Tschi Gong) versteht man eine Bewegungsmeditation. Es ist eine Kombination von Atemführung, spezieller Körperhaltungen und -bewegungen, sowie meditativer Konzentration.
Qi ist im Chinesischen die Lebensenergie und Gong bedeutet Arbeit, bzw. Übung.

Man unterscheidet zwischen dem "harten Qi Gong" und dem "weichen Qi Gong".
Das harte Qi Gong ist bekannt von den Shaolin-Mönchen, die mit der reiner Qi-Energie ihren Körper gegen Speere wappnen, oder auch mit der Handkante Steine zerschlagen. Erklärt wird das folgendermaßen: Die Shaolin-Meister nehmen aus der Atmosphäre Energie, also Qi, auf. Diese Energie konzentrieren sie auf die betreffenden Stellen in ihrem Körper. Das ist nur durch jahrzehntelanges, intensives Üben möglich, also nichts für den Hausgebrauch.
Im Folgendem beschäftigen wir uns mit dem gebräuchlichen, weichen Qi Gong.

Während die Chinesen schon immer das Verständnis für die eigene Lebensenergie hatten, setzt sich der Gedanke in der westlichen Welt erst langsam durch. Seit kurzem gibt es eine Möglichkeit, das Qi zu messen. Mit Hilfe neuester Technologien konnte der Lebensenergie die gleichen Eigenschaften wie die eines elektromagnetischen Feldes zugewiesen werden. Inzwischen gibt es Unterarten des weichen Qi Gong, wie etwa den Daoistischen Stil, den Kranich-Stil und das stille Qi Gong.

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So funktioniert Qi Gong
Qi Gong wird je nach der Konstitution und Beschwerden des Übenden in einer der vier Grundkörperhaltungen ausgeführt:
  • Liegend - Diese Übungen eignen sich besonders bei Schlafstörungen und für schwache Menschen.
  • Sitzend - Stärkt den Körper.
  • Stehend - Regt den Geist an.
  • Gehend - Entfaltet schließlich die ganze Kraft.

Innerhalb dieser Einteilung gibt es wiederum spezielle Übungen, die positiven Einfluss auf bestimmte körperliche und mentale Funktionen haben. Weiter wird unterteilt in "innere" Übungen für Blut, Puls, Atmung, Organe und "äußere" Übungen für Skelett, Sehnen, Muskeln und Haut.

Wenn möglich, sollte unter freien Himmel geübt werden.
Häufig kommen auch Kugeln aus Stein, Holz oder Metall zum Einsatz, die durch Druck auf Akupunkturpunkte anregend oder beruhigend sein sollen. Erlernt werden sollte die "Arbeit mit dem Qi" nur zusammen mit einem Lehrer, da in Büchern grundlegenden Dinge oft falsch interpretiert werden.
In China ist Qi Gong eine Massenveranstaltung geworden. Jeden Morgen treffen sich unzähligen Menschen in den Parks, um gemeinsam die Übungen zu praktizieren und gut in den Tag zu starten.

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Ist Qi Gong das Richtige für mich?
Qi Gong wird vor allem als Präventionsmaßnahme von gesunden Menschen ausgeübt. Es stärkt die Abwehrkräfte und hebt das allgemeine Wohlbefinden. Es ist aber auch als zusätzliche Behandlung bei Therapien von Krankheiten zu empfehlen.

Gute Erfolge werden bei der Behandlung von chronischen Erkrankungen erzielt, wie Asthma oder Verdauungsstörungen. Auch Erkrankungen am Herz, etwa Herzrythmusstörungen oder Herzkreislaufprobleme, können gut behandelt werden. Das Immunsystem wird gestärkt, die Zellaktivität verbessert.
Aber auch bei psychisch bedingten Krankheiten, wie Stress, Konzentrationsschwäche, Burn-out-Syndrom, Ruhelosigkeit, sowie Depressionen und Antriebsschwäche ist Qi Gong wirksam.
Derzeit werden Studien über die Wirksamkeit in der Krebstherapie geführt. Außerdem konnte beobachtet werden, dass Patienten, die an Multipler Sklerose leiden, deutliche Verbesserungen ihres Krankheitsbildes verspürten.
Gegenanzeigen gibt es keine, da Qi Gong keinen negativen Effekt hat.

Wissenschaftliche Anerkennung

Die sanften Körperübungen werden von den westlichen Schulmedizinern noch mit Skepsis betrachtet, die positive Auswirkung auf den Körper ist jedoch unumstritten.


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Was kostet mich ein solcher Kurs?
Qi Gong zählt zu den "übenden Verfahren" und kann von den Ärzten verordnet werden. In diesem Fall erstattet die Krankenkasse auch die Kosten für die Kurse. Die Kosten eines Qi Gong-Kurses variieren stark. Sollte man keinen Zuschuss von der Krankenkasse bekommen, ist eine Monatsgebühr von ca. 40 Euro üblich. Dafür bekommt man einmal pro Woche Gelegenheit, unter Anleitung zu üben.

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