Stress

Stress - Die Themen


  1. Was ist eigentlich Stress?


  2. Stressreaktion im Körper


  3. Stress-Bewältigung


1. Was ist eigentlich Stress?

Allgemeines


Psychosozialer Stress ist ein äußerst variabler Einflussfaktor, der sich von Mensch zu Mensch unterscheidet. Grundsätzlich ist darunter ein Ungleichgewicht zwischen positiven und negativen Erfahrungen zu verstehen. So sind beispielsweise gute Gespräche positiv. Belastende Augenblicke, wie aggressive und destruktive Auseinandersetzungen, Mißachtung, Liebesentzug oder Ungerechtigkeit gehören zu den negativen Augenblicken. Wer sich zu sehr negativ belastet, verringert damit seine individuelle Fähigkeit, Konflikte erfolgreich zu bewältigen. Der Mensch hält immer nur einem bestimmten Maß an Belastung stand, bei Überbelastung setzt generell "krankmachender" Stress ein.

Psychischer und sozialer Stress sind eng miteinander verbunden. Folglich finden sich die häufigsten Stressquellen in der Beziehung zum Partner, zur Familie oder zu Bekannten. Dicht gefolgt wird der Stress im Privatleben, von dem der Umwelt. Stress im Beruf, in Vereinen und Institutionen ist weitverbreitet.

Seit einigen Jahren ist das so genannte Mobbing in aller Munde. Wenn Jemand innerhalb einer Gruppe (Schule, Arbeitsplatz, Sportverein) in regelmäßig wiederkehrenden Abständen nicht korrekt behandelt wird, ist das Mobbing. Die "gemobbte" Person wird geschnitten, schikaniert, gegen sie wird intrigiert oder wichtige Informationen vor ihr verschwiegen. Ein solches Sozialklima zerstört jegliche Möglichkeit eines produktiven, harmonischen Umgangs. Neben akuten und chronischen Krankheiten nimmt auch die Fehler- und Unfallquote bei Mobbing-Opfern immens zu.

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2. Stressreaktion im Körper

In Stresssituation schüttet der Körper verstärkt Adrenalin und Noradrenalin aus. Das sind Stresshormone, die im Nebennierenmark produziert werden. Sie besitzen eine gefäßerweiternde Wirkung. Außerdem können sie bei Ausschüttung blitzschnell die Herz-Kreislauf-Funktionen steigern. Dabei versetzen die Streßhormone gleichzeitig Nerven und Gehirn in Alarmzustand. Dadurch garantieren sie dem Körper für den Notfall, alle nur möglichen Energiereserven zu mobilisieren.

Stressreaktionen äußern sich von je her gleich: In Momenten größter Bedrohung sind wir blitzartig fähig, enorme Energien zur Flucht oder Verteidigung unseres Lebens aufzubringen. Körperlich zeigt sich die Aktivierung in einer beschleunigten Herztätigkeit, Erhöhung des Blutdrucks, Freisetzung von Glukose und verstärkter Durchblutung der Muskulatur. Die Tätigkeiten von Geschlechts- und Verdauungsorganen wird herabgesetzt, die Pupillen weiten sich erkennbar. Noradrenalin besitzt zusätzlich eine schmerzhemmende Wirkung.

Ob nun psychischer oder physischer Stress (durch Kälte, Operationen, Verbrennung, Schmerzen), die biochemische Reaktionskette im Körper verläuft immer nach dem gleichen Muster. Die Stressreaktion teilt sich in zwei gleichzeitig ablaufende körperliche Aktionen:

  1. In einer stressauslösenden Situation wird in einem Teil des Zwischenhirns, dem Hypothalamus, so genanntes Corticotropin (CRH, ein "Releasinghormon") ausgeschüttet. Die Hormone leiten den Reiz weiter an die Hypophyse, die wiederum ACTH (adrenocorticotrope Hormone) produziert. ACTH stimuliert die Nebennierenrinde zur Ausschüttung von Glukokortikoiden.
  2. In der zweiten Reaktionskette wird über den Sympathikus das Nebennierenmark aktiviert. Das schüttet dann innerhalb von Sekunden eine Mischung von 80 Prozent Adrenalin und 20 Prozent Noradrenalin aus.

Die zweite Reaktionskette wirkt nur kurzfristig. Bei länger anhaltendem Stress überwiegt deshalb die erste Reaktionskette, die im Hypothalamus ausgelöst wird. Das kann nachhaltige Beeinträchtigungen der Gesundheit mit sich bringen, wie beispielsweise Schlafstörungen, Spannungskopfschmerzen, Lern- und Konzentrationsstörungen und eine durch Schwächung des Immunsystems bedingte, höhere Infektanfälligkeit der gestressten Person.

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3. Stress-Bewältigung

Das A und O der Stressbewältigung ist, sich konsequent Zeit für sich selbst zu nehmen. Sanfter Sport, wie Schwimmen, Joggen, Fahrradfahren oder Reiten, hilft Anspannungen zu lockern, Verkrampfungen zu lösen und die Bewegungen geschmeidiger werden zu lassen. Es ist empfehlenswert für regelmäßige Bewegung zu sorgen. So werden körperliches und geistiges Wohlbefinden nachhaltig gesteigert.

  • Achten Sie auf eine gesunde, vollwertige Ernährung, vermeiden Sie weißen Zucker, Alkohol, Coffein und Nikotin!
  • Versuchen Sie niemals für Alles und Jeden verantwortlich zu sein. Delegieren Sie Aufgaben an andere Vertrauenspersonen!
  • Öffnen Sie sich ihrer Umwelt und lassen Sie andere an Ihren Erfahrungen und Gedanken teilhaben.
  • Achten Sie auf bewusstes Atmen. Nehmen Sie sich die Zeit für langsames, Ein- und Ausatmen.
  • Gönnen Sie sich regelmäßige Pausen!
  • Lächeln Sie anderen zu und lächeln Sie auch für sich selbst, denn: Ein Tag ohne Lächeln, ist ein verlorener Tag.
Yoga, Qi Gong oder autogenes Training sind ebenfalls bewährte Methoden zur Entspannung und Stärkung der nervlichen Verfassung.

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