Wie entsteht Migräne bei Kindern?

  1. Ursachen

  2. Auslösende Faktoren


Ursachen
Wird nach den Gründen für die Migräne geforscht, sollten körperliche Ursachen zuerst ausgeschlossen werden (Verdacht auf Hirntumor). Wie bei Erwachsenen ist auch hier die Migräne das Ergebnis einer Überlastung des empfindlichen Nervensystems. Viele Kinder und Jugendliche mit Migräne sind meist ängstlicher und reagieren sensibler auf ihre Umwelt.

Eine Ursache kann die Vorbelastung seitens der Familie sein. Das heißt, traten beispielsweise bei den Eltern oder deren Familien vergleichbare Kopfschmerzen auf, kann dies an die Kinder vererbt werden. Ist dies der Fall, spricht man von einer angeborenen Reizverarbeitungsstörung. Die Reize aus der Umwelt können nicht gut gefiltert werden.

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Auslösende Faktoren
Gerade bei der Diagnostik von Migräne ist ein Schmerztagebuch hilfreich. So lässt sich auch bei Kindern nachvollziehen, wann und wie der Kopfschmerz auftritt. Schließlich können daraus auch Hinweise zu den Auslösern der Migräne gewonnen werden. Meist beschreiben Kinder mehrer Umstände, die den Kopfschmerz auslösen:
  • Psychischer Stress in Familie oder Schule (Angst z. B. vor Prüfungen/ Klassenarbeiten, Streit mit den Eltern)
  • Physischer Stress (beim Sport)
  • Computer und Fernsehen (zu langes Sitzen vor dem Bildschirm)
  • Unregelmäßige Mahlzeiten bzw. das Auslassen dieser
  • Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln (bewiesen sind Käse und Schokolade)
  • Einnahme von zu vielen Süßigkeiten
  • Enttäuschungen und traurige Erlebnisse verschiedenster Art
  • Beim Autofahren
  • Schlafstörungen (zu viel oder zu wenig Schlaf)
  • Plötzliche Wetterumschwünge

Wichtig ist: Wie und wann die Migräneattacken Kinder und Jugendliche ereilen, hängt nicht zuletzt davon ab, wie ein Kind die Belastungen im Alltag wahrnimmt und wie es damit umgeht. Stress empfindet jeder anders. Besonders Kinder sind dabei von ihrer Tagesform abhängig. So kann selbst der Kindergeburtstag eine Stresssituation sein, wenn die positive Anspannung den Kopfschmerz auslöst. Diese wiederum verursacht noch mehr Stress, und so schließt sich der Teufelskreis. Er lässt sich nur durchbrechen, indem eine individuelle Therapie eingeleitet wird, durch die es eine optimale Lebensform zu finden gilt.

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